Mittwoch, 3. November 2021

DIE POETISCHE RAST
 
Wir werden sehn. Drücken entfernen. 
Bisschen gucken wo man noch was muss tupfen muss.
Dann mach ich mal die Kleinarbeit. 
Jetzt hab ich grad die AVENIR_next. Unspektakulär.
Die DIN ist noch straighter. An ein paar Stellen weicher. 
Wenn du die Schnipsel hast hast du die Gesamtheit
der Dinge. Alles wird verwertet. Nach dem Essen wird gegossen. 
Jetzt mach ich die Stege weg. Davorne staub ich noch was drauf.

Da spiegelt sich das Fenster drin. Das hat ich mit dem Wasser
auch schon ausprobiert. Ich hab gedacht es wird voller. Ich wollt 
eigentlich noch weniger. Ein Rest der nicht abfliesst. Ganz fein. 
Schau mal die Struktur da oben. Cool. Hier hats getropft dann 
hab ich nochmal mein Position geändert.
Sobald man die Oberfläche berührt sieht man die Spuren. 
Keine Berührung. Der Glanz wenn es noch warm ist. 
Dann kühlts wieder runter. 
Diese Freude wenn ich das beobachte.
Die Rinne rinnt. Vorhin als es noch flüssig war konnte man noch 
das Raster vom Fenster drin sehen. Spiegelungen bringen immer 
Licht und kitzeln das Auge. Eigentlich will ich immer nur Licht. 
Ich will Licht.

Freitag, 29. Oktober 2021

Huehnerstallen zeigt
INES TARTLER
mit der Installation
RINNE
Wort Wachs Licht
Ausstellung vom 22.10. - 28.11. 
Fr/Sa/So 11.00 - 18.00 Uhr 
Das Stallgebäude ist geöffnet und
durch den Garten zugänglich.
Das Projekt HUEHNERSTALLEN wird gefördert durch ein
Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung
und Kunst Baden-Württemberg

Mittwoch, 20. Oktober 2021

WACHS UND STAUB
Staub wird im Stall gesammelt und gemörsert.
Anschliessend in ein Leinsäcken gefüllt und durch
tupfen mit dem Säckchen ein Schriftzug angebracht.

Das Wachs wird vor Ort erwärmt.
Noch flüssig wird eine der Rinnen gefüllt.

Montag, 4. Oktober 2021

Montag, 20. September 2021

Unter dem Titel „Schneckenrennen“ zeigt Martin Städeli vom 10. September
Bis 10. Oktober ein Skulpturenensemble in Bruno Nagels Ausstellungsraum
„Hühnerstallen“, einem ehemaligen Hühnerstall, an der Kaiserbergsteige 12 in
Hohenstaufen. Öffnungszeiten sind Freitags bis Sonntags von 11.00 - 18.00.

Martin Städeli, geboren in Basel, lebt und arbeitet in Berlin. Seine
Skulpturen sind sowohl Träger individueller als auch Kollektiver
Erfahrung. Sie speichern Persönliches und machen anschaulich,
daß der Körper letztlich ein Produkt gesellschaftlicher Strukturen und
Ereignisse ist, die sich im Verlauf eines Lebens in unsere Körper im wahrsten
Sinne des Wortes ‚einschreiben‘. In ihrer Genealogie betrachtet, bezeugen sie
nicht zuletzt, daß ein Ich um so mehr zu sich selbst finden kann, je mehr es
sich ausweitet. Ein Prozess der schleichenden Dynamik.
 

Mittwoch, 1. September 2021

GESPRÄCHSKULPTUR IM ATELIER 

Das Material. Das Gemachte. Andere Bezüglichkeiten als der Raum.
Ein zweiter Ort. Wie eine Übersetzung davon. Ein 2. Ankerpunkt.
Ob das zu bedrängend ist. Nicht näher als so. Nicht direkt an die Wand.
Es gibt ein Gegenlichtthema. Theatergriff. Man nimmt die Figur hier
unter den Schultern. Ein Anteil Kleister. Altbestände. Recylingpapier.
Klopapier. Nur eine Sorte hat funktioniert. Antimaterie. Bohnenstangen.
Nacktschnecken. Frauenmantel. Bodendecker. Schneckenrennen.
Schleimmantel. Den Rock nachtschneckig verlängert. Am Fenster.
Konditioniert über die Form. Ich finde man kann es sehen aber man
stößt nicht sofort drauf. Es sind so kleine Sachen. Die Kombination
der Abhebung. Die Sonne. Die Energie. Die Figur wurde umgebaut.
Montage der Feuchtigkeit. Klebewesen. Man fragt sich manchmal
doch. Prinzip der Freude. Wie der Zwischenschritt zum Raum. Ich
glaub so müsste es klappen. So hab ich es mir vorgestellt. Statik
und Taktik und dazwischen drin ist die Bewegung. Es sind viele
Themen. Der Schneckenkönig ist besetzt. Wenn der Bildhauer die
Sprache findet sucht der Dichter die Skulptur. Schneckerich. Es
gibt Bedeutungen wo man sich fragt was sie bedeuten. Dialogisch.
Kontakt. Zuwendung. Begleitung. Die unbewusst komische Figur.
Mäandertal. Aktivflächen. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Ein Moment schleichender Dynamik.